Figuratum durch Abstractum, 21. März 2021 - 10. April 2021

Figuratum durch Abstractum, 21. März 2021 - 10. April 2021

Figuratum durch Abstractum, 21. März 2021 – 10. April 2021

In dieser Gruppenausstellung mit dem Titel „Figuratum durch Abstractum“ werden die Werke von fünf Künstlern, Lisa Etterich, Ralph Hübschmann, Sergey Morshch, Davood Roostaei und Jan Vorpahl, ausgestellt. Das abstrakte Genre hat im engeren Sinne weder ein Thema noch ein Objekt. Bisher war abstrakt kein Teil der klassischen Hierarchie von Genres, die im 17. Jahrhundert in der europäischen Kultur entwickelt wurden. Aber als die Freiheit des Ausdrucks der Kunst vom Ende des 19. bis zum 20. Jahrhundert und dann bis ins 21. Jahrhundert begann, blühte die abstrakte Kunst auf. Im 20. Jahrhundert lehnte die abstrakte Kunst die mimetische Herangehensweise an die Kunst ab. Auf der anderen Seite begegnen wir figurativer Kunst. Seit dem Zustrom der abstrakten Kunst bezieht sich die figurative Kunst auf jede Form von Kunst, die starke Bezüge zur realen Welt aufweist. Aber wie bei allen anderen Phänomenen ist es vernünftig, an ein Kontinuum zu denken, in dem wir an einem Ende reinen Abstraktionismus und am anderen Ende reine realistische Kunst haben. Dazwischen können zahlreiche Formen entstehen. Wir sollten jedoch bedenken, dass von frühen Ausdrucksformen des Menschen an den Wänden von Höhlen einige Elemente des Abstraktionismus am Werk waren. Das gilt auch, wenn wir über figurative Kunst sprechen. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die Kunst in verschiedenen Kulturen in verschiedene Richtungen entwickelt.

 

Künstler:
Lisa Etterich (Maler), Ralph Hübschmann (Bildhauer), Sergey Morshch (Maler), Davood Roostaei (Maler), Jan Vorpahl (Maler).

 

Lisa Etterich:
Mit dieser Hingabe an den Fernen Osten schafft die Künstlerin einen ganz östlichen Diwan, der ganz ihrer Art entspricht. Sie verbindet die westliche Welt mit der Frömmigkeit und Weisheit des Ostens und kann mit ihren kosmopolitischen Werken, die sich selten berührt und befruchtet haben, im besten Sinne des Wortes Brücken zwischen den Kulturen schlagen.

Ralph Hübschmann:
Über die Jahre hat er seine Fähigkeiten entwickelt und seine Werke tendieren eher dazu Abstraktion und Zartheit zu präsentieren . Er beschränkt sich nicht nur auf  Menschen oder Tiere oder Pflanzen, sondern sucht den  Geist des Menschen in der Natur, in Büchern über Fiktion, Geschichte, Religion und überall sonst, um das Thema seiner Skulpturen zu finden. Er schafft „Asymmetrische Symmetrie“ in seiner Kunst.

Sergey Morshch:
Freier Verkehr von Bedeutungen, ihre Überlagerung, fließen in eine assoziative Verbindung, Spontaneität, abstrakter Expressionismus, verwandelt sich in eine ideale Vereinfachung einer künstlerischen Form und kommen zum Grotesken. All diese Definitionen machen nur Sinn, wenn es eine Vereinbarung darüber gibt, was Realität und was Illusion ist, aber wenn diese Anordnung nicht verfügbar ist, oder Sie bewusst aufgegeben wird und der Bezugspunkt aufhört zu existieren, dann tritt die pure Kunst in den Vordergrund.“

Davood Roostaei:
Davood Roostaei arbeitet bis heute unermüdlich an sich selbst, an seiner künstlerischen Mission und an der Entfaltung seiner eigenen unverwechselbaren Malweise, dem Kryptorealismus.
Diese Methode vereint die wichtigsten Strömungen der zeitgenössischen Kunst, den Realismus und die Abstraktion miteinander und sie schlägt zugleich Brücken zwischen Orient und Okzident, zwischen der im Judentum und im Islam tief verwurzelten Bilderscheu und der Bildversessenheit des Westens.

Jan Vorpahl:
Grundlage, Basis und Boden dieser Ästhetik ist also der sichtbare Unterschied. Das Spektrum in dem sich der Unterschied/die Unterscheidbarkeit von Farben bewegen lässt, reicht von hauchfein bis konträr und bildet den möglichen Rahmen. Aus diesem so abgesteckten, ästhetischen Feld lassen sich durch verschiedene Anordnungsprinzipien entsprechend verschiedene Bildgattungen bzw. Serien generieren.